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Was ist faires Hundetraining?

Ein Begriff – mehrere tausend Ergebnisse

167.000 Ergebnisse – mit einer Recherche zum Begriff des fairen Hundetrainings begeben wir Hundehalter*innen uns in ein wahres Dickicht an Informationen, welches Tag für Tag weiter anwächst. Faires Hundetraining ist längst nicht mehr nur noch unter gewaltfrei arbeitenden Hundetrainer*innen weit verbreitet und auch bei FIFFI & STRUPPI ist die Fairness als grundlegender Wert fest verankert. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter fairem Hundetraining? 

Faires Hundetraining

Faires Hundetraining bedeutet für uns, dass auf dem gemeinsamen Weg mit unseren treuen Gefährten der Wissensstand, die Fähigkeiten, Grenzen und das Wohlbefinden aller Beteiligten, also der Hunde, des Menschen und der Umwelt, berücksichtigt werden. 

Alles dreht sich um den Hund?

Im Mittelpunkt des fairen Hundetrainings stehen natürlich unsere Hunde. Dabei haben Hundehalter*innen und Hundetrainer*innen gewisse Erwartungen an die Hunde und auch bestimmte Ziele die im Rahmen des Hundetrainings verfolgt werden. Auch unter dem Blickwinkel der Fairness müssen und sollten wir diese nicht außer Acht lassen. Jedoch ist es uns dabei sehr wichtig, die Hunde individuell zu betrachten. Denn es ist nur fair unseren Hunden entsprechend ihres Trainingsstandes und ihrer Lebensphase gegenüber zu treten. Wir wollen unsere Hunde nicht überfordern und respektieren ihre Grenzen, die sie uns doch meist in aller Klarheit vermitteln.

Wir erkennen also die Bedürfnisse unseres Hundes an, die auch nicht immer zu 100% mit unseren eigenen übereinstimmen. So können wir nicht erwarten die Grenzen unseres Hundes immer wieder und wieder übertreten zu können. Stattdessen sollten wir Grenzen bei Bedarf durch einen entsprechenden Umgang mit unseren Hunden und ein passendes Training verschieben. Das Training ist dabei belohnungsbasiert aufgebaut. Das heißt wir belohnen erwünschtes Verhalten, das der Hund von sich aus zeigt und warten nicht erst bis unerwünschtes Verhalten auftritt. Ein Perspektivwechsel, der nicht nur nachhaltiger funktioniert, sondern unserer Meinung auch viel mehr Spaß macht – nicht nur den Hunden, sondern auch uns Menschen!

Denn im fairen Hundetraining geht es eben nicht nur um unsere Hunde, sondern auch um uns Hundehalter*innen. Ein freundlicher, rücksichtsvoller und emphatischer Umgang ist auch für die Menschen unabdingbar. Der Trainingsplan sollte zu uns Menschen passen und unsere individuellen Umstände berücksichtigen. Lediglich die Bedürfnisse des Hundes in den Vordergrund zu stellen und sich selbst zu vergessen bringt uns nämlich auch nicht weiter – zumindest nicht auf längere Sicht. 

Mehr als nur ein Begriff

Zuletzt ist es aber auch wichtig, dass in der Umwelt niemand gestört wird oder zu Schaden kommt. Das kann Wildtiere, andere Hunde aber auch Menschen betreffen, die womöglich Angst vor Hunden haben oder einfach ungerne angesprungen werden wollen. Dabei sollten wir nicht Kraft darauf verschwenden, die Umwelt erziehen zu wollen. Stattdessen sollten wir uns damit beschäftigen, wie und wo wir bei uns selbst ansetzen können, sodass wir letztendlich das beste Ergebnis für alle erzielen können. Denn im Grunde können wir nun einmal nur einen Unterschied machen, wenn wir uns selbst verändern und nicht erwarten, dass die Umwelt sich so verändert, wie wir es gerne hätten. 

Puh, nachdem wir nun hoffentlich etwas Licht in das Dickicht rund um den Begriff des fairen Hundetrainings bringen konnten, erwarten uns zum Ende doch ganz schön tiefsinnige Worte. Wie die 167.000 Ergebnisse bereits vermuten ließen, steckt hinter dem fairen Hundetraining also im besten Fall doch deutlich mehr, als nett zu unseren Hunden zu sein – aber wir finden, dass das doch bereits ein wirklich toller erster Schritt ist!